Ein Plan A, Plan B, Plan C und Plan D in einem

Die gro­ßen Ver­än­de­run­gen unse­rer Zeit wer­den die Ein­zel­nen vor das Pro­blem stel­len, wie sie ihre Selbst­ach­tung und Inte­gri­tät bewah­ren kön­nen in einer Epo­che, in der die Mensch­heit als Gan­zes den Boden unter den Füßen ver­liert und sich mög­li­cher­wei­se ver­stärkt als eine schei­tern­de bio­lo­gi­sche Art ver­ste­hen wird. Eine Art, die kol­lek­tiv seit vie­len Jahr­zehn­ten wider bes­se­res Wis­sen gehan­delt hat.

Der Ein­zel­ne kann Fehl­ent­wick­lun­gen dia­lek­tisch zur Ent­wick­lung nut­zen. Dies gilt auch für die Mensch­heit als Gan­zes. Nur wer die Chan­ce ergreift, die das sich abzeich­nen­de gro­ße Schei­tern bie­tet, wird alche­mis­tisch die Nach­tei­le sei­ner Situa­ti­on und sei­ner Zeit in Vor­tei­le ver­wan­deln kön­nen. Dazu hat der Ein­zel­ne sich sei­ner Situa­ti­on zu stel­len und muss ver­ste­hen ler­nen, was geschicht­lich schief lief und wie auch er von der heu­ti­gen Welt geprägt ist.

Die Arbei­ten von Edi­ti­on Zen­on geben dem Ein­zel­nen das dazu nöti­ge theo­re­ti­sche Rüst­zeug in die Hand. Theo­rie und Pra­xis ergän­zen sich und bil­den zusam­men ein nicht­auf­lös­ba­res Gan­zes. Die Maxi­me „Theo­rie ohne Pra­xis ist unnö­tig, Pra­xis ohne Theo­rie ist gefähr­lich“ drückt ihr pola­res Ver­hält­nis tref­fend aus. Mit dem nöti­gen theo­re­ti­schen Rüst­zeug weiß er, wie Nach­tei­li­ges in Vor­teil­haf­tes trans­for­miert wer­den kann, prak­tisch umzu­set­zen hat er es selbst. Gelingt ihm das, wird er Fehl­ent­wick­lung umwan­deln kön­nen in ein Mit­tel zur eige­nen und viel­leicht auch der kol­lek­ti­ven Ent­wick­lung.

Stellt sich hin­ge­gen der Ein­zel­ne nicht den Ver­wer­fun­gen unse­rer Zeit, steht ihm die­ses Poten­zi­al nicht zur Ver­fü­gung. Er bleibt in sei­nen Blo­cka­den ste­cken, sei es in sei­ner Empö­rung, im gewalt­tä­ti­gen Wider­stand, in Apa­thie oder sei­nen Pri­vi­le­gi­en. Er bleibt dem heu­ti­gen Zeit­geist ver­haf­tet, gleich­gül­tig, ob als Herr oder Knecht, und wird vom Stru­del des unab­wend­ba­ren Nie­der­gangs der heu­ti­gen Welt, die sich in der Rich­tung der Ent­wick­lung irrt, mit­ge­ris­sen wer­den. Die Dia­lek­tik, die die­sem Uni­ver­sum zu eigen ist, garan­tiert kein Fort­be­stehen.

Wenn wir im Ein­klang mit den kos­mi­schen Gege­ben­hei­ten han­deln, wenn wir das tun, was die Natur schon immer getan hat, kön­nen wir uns wei­ter­ent­wi­ckeln. Ohne eine Kennt­nis der dem Kos­mos zugrun­de lie­gen­den Mus­ter ist ein sol­cher ganz­heit­li­cher Ansatz nicht mög­lich. Die­ses Wis­sen ver­mit­telt der fried­lich-evo­lu­tio­nä­re Weg.

Der fried­lich-evo­lu­tio­nä­re Weg ist der Weg eines dyna­mi­schen Gleich­ge­wichts, der es erlaubt, wie das Uni­ver­sum selbst zu han­deln und sich wie der Kos­mos selbst zu kon­sti­tu­ie­ren. Zugleich ist der fried­lich-evo­lu­tio­nä­re Weg ein Plan A, Plan B, Plan C und Plan D in einem.

Er ist ein Weg, den die Mensch­heit als Gan­zes gehen kann. Das ist der Plan A. Soll­te dies nicht ein­tre­ten, so ist er ein geeig­ne­ter Weg für Grup­pen Gleich­ge­sinn­ter, die sich die bes­ten Chan­cen geben wol­len. Das ist der Plan B. Wem auch die­se Per­spek­ti­ve ver­schlos­sen bleibt, bie­tet der fried­lich-evo­lu­tio­nä­re Weg die Mög­lich­keit zu einer weit­rei­chen­den Ent­wick­lung, bei der sich der Ein­zel­ne die bes­ten Chan­cen gibt und gleich­zei­tig sei­ne Selbst­ach­tung und Inte­gri­tät bewah­ren kann. Das ist der Plan C. Sind für ihn auch die Wege im Äuße­ren ver­schlos­sen, fin­det er auf dem Weg des Yang im Inne­ren und Yin im Äuße­ren die Mit­tel zu einer weit­rei­chen­den inne­ren Ent­wick­lung bis hin zu einer voll­stän­di­gen inne­ren Auto­no­mie. Das ist der Plan D. In die­sem Sinn ist der fried­lich-evo­lu­tio­nä­re Weg ein Plan A, Plan B, Plan C und Plan D in einem.

Wo auch immer das Behar­ren des Wes­tens auf welt­wei­ter Hege­mo­nie hin­führt,
der fried­lich-evo­lu­tio­nä­re Weg bleibt ein Plan A, Plan B, Plan C und Plan D in einem.

Wo auch immer die Zer­stö­rung unse­rer bio­lo­gi­schen und gesell­schaft­li­chen Lebens­grund­la­gen hin­führt,
der fried­lich-evo­lu­tio­nä­re Weg bleibt ein Plan A, Plan B, Plan C und Plan D in einem.

Wo auch immer Fana­tis­mus und Dog­ma­tis­mus, reli­gi­ös oder welt­lich, hin­füh­ren,
der fried­lich-evo­lu­tio­nä­re Weg bleibt ein Plan A, Plan B, Plan C und Plan D in einem.

© edi­ti­on zen­on, Juli 2025


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